Es ist unglaublich, dass ich seit fast einem Monat schon wieder zu Hause bin. Die Zeit vergeht wie im Flug und langsam habe ich mich an das Europäische Leben wieder gewöhnt. Am Anfang hatte ich echt Mühe mich wieder in das gestresste Leben der Europäer zu integrieren. Schliesslich lebte ich die letzten 10 Wochen nach dem Motto: there is no hurry in life!
Auch wenn ich wieder in meinen Altag gefunden habe, denke ich oft an meine Zeit in Ghana zurück. An bestimmte Momente, Augenblicke oder Erfahrungen die ich gemacht habe. Das sind Dinge, die ich nie mehr vergessen werde. Durch meine wöchentliche Telefonate nach Ghana fühle ich mich immer noch sehr verbunden mit diesem Land. Ich bin bereits meine Ghanaferien am planen und freue mich sehr mein geliebtes Land und meine Freunde ( my Darling ) nächsten Frühling wieder zu sehen!

flower85 - 27. Sep, 09:24
In Gedanken weitweg in meinem geliebten Ghana trat ich den Rückflug in meine Heimat an. Die Freude war trotz der Trauer riesig als ich nach über 10 Wochen meine Familie wieder umarmen konnte. Die ersten Tage zu Hause waren schon sehr seltsam für mich. Komisch, dass man in einem Supermarkt alles auf einmal bekommt oder wieder in eine Badewanne mit warmem Wasser steigen kann. Ich würde sagen, dass ich erneut einen kleinen Klima- und Kulturschock erlebe. Die Menschen hier erlebe ich als sehr gstresst und viel zu sehr verplant.
Auch nach 4 Tagen weile ich mit meinen Gedanken sehr oft in meinem geliebten Ghana. Mein Entschluss zurück nach Ghana zu kehren, stand schon lange vor meiner Rückreise statt. Mein Traum ist noch nicht vorbei, ich werde in naher Zukunkft zurück nach Ghana kommen und dort für längere Zeit arbeiten. Ich möchte da helfen wo Hilfe auch dringend benötigt wird.
Nicht hauptsächlich, aber auch nicht zuletzt werde ich nach Ghana zurückkehren, weil ich einen ganz besonderen Menschen kennengelernt habe. Er hat mir die anderen Schönheiten des Lebens gezeigt, dank ihm sehe ich das Leben mit anderen Augen! Thanks D! I will come back!
flower85 - 2. Sep, 06:27
Nach einem wunderschönen letzten Abend in Ghana ( an dem wir es natürlich nochmals ordentlich krachen liessen ) kam nun das, was sich leider nicht vermeiden lässt, der Abschied von meinen guten Freunden und nicht zuletzt von einer ganz speziellen Person. Es war echt hart für mich Goodbye zu sagen. Einerseits freute ich mich riesig meine Familie und Freunde wieder zu sehen, andererseits habe ich mein Herz in Ghana verloren. Wie auch nicht anders erwartet, wurde es dann ein sehr schmerzlicher und tränenreicher Abschied. Ich war echt gerührt, dass soviele Leute an den Airport kamen um mir Goodbye zu sagen.
Noch eine letzte Umarmung, ein letzter Kuss und weg war ich von dem Land und dem Menschen, den ich so sehr lieben gelernt habe.
flower85 - 2. Sep, 06:22
Ich kann es kaum glauben, dass morgen alles schon wieder vorbei sein soll. Nach 10 Wochen schwitzen, staunen und einfach purem Glücksgefühl fliege ich morgen wieder zurück in die Zivilisation. An meinem letzten Tag in Ghana gehe ich nochmals an all die schönen Orte. An den Kokrobite Beach, ins Art Center und auf den Kaneshie Markt. Auch mit dem Goodbye sagen muss ich langsam beginnen. Ich habe hier in Ghana Menschen kennengelernt, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, Ghanaer wie auch Weisse. Noch geniesse ich jede Sekunde, doch ich weiss in ein paar Stunden wird der schmerzliche Abschied folgen...
flower85 - 27. Aug, 06:16
1. Tag: Am Samstag Morgen fuhren wir 4 Maedels mit dem Bus ( ja richtig gelesen ein richtiger Bus!!! ) Richtung Tamale. Die Fahrt dauerte ca. 14 Stunden und war sehr anstrengend, da man kaum Platz fuer seine Beine hat ( auch wenn es ein richtiger Bus ist laesst sich das nicht mit europaeischen vergleichen ;-) ) In Tamale angekommen suchten wir uns ein Guesthouse und starteten von da am naechsten Morgen Richtung Larabanga.
2. Tag: Bereits um 8 Uhr standen wir wieder am Busbahnhof um Tickets fur den Minibus nach Larabanga zu bekommen. Wie in Ghana so ueblich fuer er dann doch erst um 12 Uhr los. Nach 3h Holperpiste erreichten wir am spaeteren Nachmittag Larabanga. Larabanga ist ein kleines Dorf ca. 6 Kilometer vom Mole Nationalpark entfernt. Wir uebernachteten da bei einem jungen Einheimischen, dessen Freundin wir einmal in Accra kennengelernt haben.
3. Tag: Nach einer schoenen uebernachtung auf dem Strohdach unter Sternenhimmel, mit vielen Sternschnuppen starteten wir um 6 Uhr morgens Richtung Mole Nationalpark. Ibrahim brachte uns die ca.6 Km bis zum Nationalpark mit dem Motorrad. Das war ein echt cooles Erlebnis ;-)
Der Mole Nationalpark liegt im Norden von Ghana und zaehlt zum groessten Nationalpark Ghanas.
Um 7 Uhr begann unsere Fuehrung. Und wie es schoener nicht haette sein koennen, sahen wir nach nur wenigen Minuten die ersten Elefanten! Wir konnten uns teil bis auf 50 Meter annaehern. In freiher Wildbahn ist es echt noch viel faszinierender diese Tiere zu beobachten. Nach einer 2 stuendigen Wanderung durch den Nationalpark war es auch schon wieder vorbei. Und trotzdem war es ein Erlebnis dass ich nie mehr vergessen werde. Ich konnte aus naechster Naehe Elefanten, Wildschweine, Antilopen, Krokodile und andere Tiere beobachten.
Nachdem uns Ibrahim wieder mit dem Motorrad abgeholt hat besichtigten wir noch die Moschee von Larabanga, die die aelteste Moschee von ganz Afrika sein soll. Am Abend assen wir mit den Einheimischen FUFU ( Ghanaisches Nationalgerricht und mein absolutes Lieblingsessen ) und die Dorfmaedels bereiteten einen Tanz vor. Nach einer kurzen Nacht unter erneutem Sternenhimmel fuhr unser Minibus mit einer Stunde verspaetung um 5 Uhr Morgens zurueck Richtung Tamale.
4. Tag: In Tamale hatten wir 7 h Aufenthalt bis der Bus um 4 Uhr Nachmittags zurueck nach Accra fuhr.
Wir besichtigten Tamales aeltester Baum der Innen hohl ist. Im innern des Baumes soll eine riesige Boa leben, die fuer die Goettin des Dorfes gehalten wird und darum jeden Freitag Ziegen als Opfer bekommt. Wenn der Buergermeister des Dorfes seine Haare einmal im Monat rasiert, legt er diese jedesmal als Opfer unter den Baum. Und die Haare sind am naechsten Tag weg!
Natuerlich liess ich es mir nicht nehmen mit unserem Fuehrer auf diesen Baum zu klettern. Leider habe ich die Schlange nicht gesehen, dafuer zur Unterhaltung des ganzen Dorfes so meine Probleme gehabt wieder vom Baum herunter zu klettern ;-)
Um 4 Uhr Nachmittags fuhren wir dann wieder Richtung Accra wo wir um 4 Uhr frueh dann ankamen.
Dieser Trip war echt der aufregenste von meiner Ghanareise ich habe sehr viel gesehen und erlebt.
flower85 - 20. Aug, 16:32
Nach ueber 7 Wochen lebe ich meinen Traum hier in Afrika weiter und geniesse noch immer jede Minute die ich auf diesem atemberaubenden Kontinent verbringen kann. Auch nach 7 Wochen ist noch kein Altag eingekehrt und jeder Tag ist noch immer aufs neue mit vielen kleinen Wundern bestueckt. Doch wenn ich ganz ehrlich bin fehlt mir langsam der westliche Luxus doch ein bisschen. Vielleicht doch mal eine warme dusche oder nur mal Schnitzel Pommes? Vielleicht mal einen Tag ohne Moskitos und Floehe verbringen? Vielleicht wiedermal mit sauberen Fuessen ins Bett? Oder mal wieder ohne aufs Wasser zu achten laenger als 5 min. duschen? Oder eine Mama zu Hause haben die einen verwohent ;-) Auch wenn ich mich sehr auf all diese kleinen Dinge freue weiss ich dass der Abschied von meinem neuen Leben sehr schmerzhaft sein wird. Ich habe hier so viele Freundschaften aufgebaut und viele nette Menschen kennengelernt.
An dieser Stelle natuerlich auch special Thanks an die vielen Mutmacher, E-Mails, GLueckwuensche, Ich-denk-an-dich-Messages die ich bekomme. Schoenes Gefuehl zu wissen dass man doch noch nicht ganz ab der Welt ist ;-) Freut mich auch zu hoeren dass mein Blog auf der ganzen Welt fuer so grosses Interesse sorgt! An dieser Stelle auch Greetings nach America, Canada, Finnland, Austria, Australia, Germany, Tunisia ( Habibi i'm looking forward to september! ) und nicht zu vergessen sweet home switzerland!
<Gib jedem Tag die Chance den schoensten deines Lebens zu werden! - Ghanaische Weisheit -
flower85 - 11. Aug, 18:09
Heute war mein letzter Tag im Projekt und der Abschied von den Kindern war echt traurig und hart. Ich haette nie gedacht dass mir die Kinder in so kurzer Zeit so ans Herz wachsen koennten. Diese leuchtenden Kinderaugen und dieses Lachen, das aus tiefstem Herzen kommt, werde ich nie wider in meinem Leben vergessen. In solchen Momenten weiss man wider wofuer es sich zu leben lohnt!
erfreue dich jeden Tag an dem was du hast, und aergere dich nicht ueber das was du nicht hast! -Ghanaische Weisheit-
flower85 - 11. Aug, 18:03
Nach kurzer Besprechung und einem kleinen Zwischenfall ( Bin dummerweise ueber meine eigenen Fuesse gestolpert und habe nun eine klaffende, eitrige Wunde am Bein ) entschlossen wir uns den Rueckweg nach Accra anzutreten. Da am Sonntag im ganzen Dorf ein kirchliches Fest war, waren die Trotroverbindungen ziemlich schlecht und wir warteten zuerst mal 3 Stunden am Strassenrand. Dann beschlossen wir 3 Packbagers Autostopp zu machen und siehe da es dauerte nicht mal 10 Min. bis uns ein aelterer Ghanaer auf seinem Van mitnahm bis nach Ho. Von Ho erwischten wir dann das Trotro das uns dann am spaeteren Nachmittag wider in Accra ablieferte.
FAZIT: Es war ein echt cooler Trip, ich habe viele nette Leute und viele schoene Erfahrungen gemacht. Doch mein Abenteuer ist noch nicht zu Ende, bereits am naechsten Samstag gehts weiter in den Mole Nationalpark wo ich hoffentlich ganz viele Elefanten sehen werde!
flower85 - 11. Aug, 17:55
Am Samstag brachen wir auf nach Fume. Fume ist ein kleines Dorf das ca. 30 min. entfernt von Hohoe liegt. Nach einem Fussmarsch von ca. einer stunde ueber Stock und Stein kamen wir auf einer Hoehe von ca. 900 m. ue. M. auf Ghanas hoechstem Berg an und uebernachteten da in der Holiday Mountain Lodge. Es war ein traumhafter Ausblick, ueberall nur Berge. Fast wie in der schoenen Schweiz! ;-) Und das allerbeste: Scheinbar gibts auf 900 Metern keine Moskitos!!!
flower85 - 11. Aug, 17:49
Am Freitag machten wir uns auf die Wli Wasserfaelle zu besichtigen. Die Wli Wasserfaelle sind die groessten und schoensten Wasserfaelle Ghanas und liegen im Gebierge an der Grenze zu Togo. Nach einer ca. 1 stuendigen Wanderung durch die Regenwaelder war ich endlich da. Und es lohnte sich echt! Doch leider meinten es die Wettergoetter Ghanas erneut nicht gut mit uns und sie wollten die Regenzeit nochmals mit einem riesigen Unwetter ausklingen lassen. Uns blieb nichts anderes uebrig als bei starkem Gewitter mit Schlambad etc. den Heimweg anzutretreten. Auch wenn es in Ghana nur kalte Duschen gibt, war ich echt froh endlich drunter zu stehen! ;-)
flower85 - 11. Aug, 17:42
Am Donnerstag Morgen brachen wir auf und machten uns auf den Weg Richtung Hohoe. Hohoe ist die groesste Stadt der Voltaregion und liegt schon sehr nahe an der Grenze zu Togo. Leider meinten es die Wettergoetter nicht gut mit uns und es regnete den ganzen Nachmittag in stroemen, so dass wir nichts mehr besichtigen konnten und einen relaxten Nachmittag in unserem Hotel verbrachten.
flower85 - 11. Aug, 17:38
Nachdem wir am Vorabend noch 2 Hollaender kennengelernt haben, brachen wir am spaeteren Vormittag zu fuenft auf um den Staudamm zu besichtigen. Die Besichtigung des Staudammes ist sehr eindruecklich und hat sich echt gelohnt. Nach einer gemuetlichen Bootsfahrt auf dem Volta brachen wir am spaeteren Nachmittag nach Ho auf.
Ho nennt man das Tor zur Voltaregion. Es ist zwar nur ein kleines Staedtchen das mer als Zwischenstation diehnt, dafuer gab es da leckeres FUFU ( Ghanaisches Landesgericht ). ...
flower85 - 11. Aug, 17:31
Am Dienstagmorgen starteten wir zu dritt mit dem Trotro richtung Akosombo. Akosombo befindet sich am Voltastaudamm, der laut den Einheimischen der groesste Staudamm der Welt sein soll. Am Nachmittag in Akosombo angekommen besichtigten wir den Yachthafen von Akosombo. Nach einem gemuetlichen Abendessen im Yachtclub zogen wir uns ins Hotel zurueck um am naechsten Tag fit fuer die besichtigung des Staudammes zu sein...
flower85 - 11. Aug, 17:26
Am 4. Tag nach meiner Malariadiagnose kann ich behaupten dass ich wider lebe! Da ich unendliche Fragen zu diesem Thema gestellt bekommen habe und dies anscheinend von grossem Interesse ist, werde ich euch einige Details nennen;-) :
Angefangen hat alles am Samstagnachmittag als ich in Winneba war. Ich bekam Halsschmerzen und sehr starke Gliederschmerzen. Darauf folgten Schuettefrost und Fieber. In meinem unterbewusstsein wusste ich dass es ziemlich sicher Malaria sein muss. Doch ich hoffte dass es nur eine kleine Grippe war und wider vorbei ging. In der Nacht auf Sonntag wurde dann alles schlimmer sodass wir in Accra angekommen direkt ins Krankenhaus fuhren. Das bloede nur, dass die meisten Notaufnahmen von Ghana ab 18 Uhr geschlossen haben ( fuer Europaer ueberhaupt nicht vorstellbar ) Am Sonntagabend dachte ich dann dass mein letztes Stuendlein geschlagen hat. Das Gefuehl dass man bei Malaria hat laesst sich fast nicht beschreiben. Bei einer Grippe fuehlt man sich schon schlapp, doch bei Malaria ist die kleinste Bewegung fast nicht mehr machbar. Auf jeden Fall nahm ich mir am Montag Morgen selbst Blut ab und wir fuhren damit ins Military Hospital. Der Arzt meinte dort nur zuerst Freak bevor er mein Blut ins Labor schickte ;-) Ich bekam ein Intensives Antimalariamittel und siehe da: I'm still alive!
flower85 - 31. Jul, 11:43
Winneba liegt ca. 2h westlich von Accra in einem Naturschutzreservat fuer Green Turtles. Da das Wetter leider nicht so gut war, war es auch nicht moeglich im Meer zu baden, da es sehr stuermisch war. Darum wurde es zu einem ziemlich relaxten Weekend mit Haengematte und Pinacolada.
Meeresschildkroeten gehoeren in Ghana leider zu einer beliebten Delikatese, und so setzen sich die Einheimischen von Winneba auch fuer den Schutz der vom aussterben bedrohten Tiere ein.
flower85 - 26. Jul, 11:38
Freitag bis Sonntag verbrachte ich 3 traumhafte Tage am Kilometerlangen Strand von Butre. Butre ist ein kleines Dorf ca. 5h westlich von Accra. Die Menschen dort leben in sehr einfachen verhaeltnissen und ernaehren sich hauptsaechlich vom fischen und von Kokosnuessen. Die letzten 30 min. sind nur ueber einen holprigen Dschubngelweg zu erreichen. Zu unserem Hotel ; Ghana spirit ; mussten wir die letzten 20 min. zu Fuss am Strand entlang laufen. Es war traumhaft schoen. Kilometerlanger Sandstrand, Palmen und keine Menschenseele zu sehen. Unser Hotel lag in traumhafter Lage zwischen Dschungel und Atlantik. Ich musste mich richtig ueberwinden am dritten Tag wieder zurueck nach Accra zu fahren. Das Paradies kann so nahe sein...
flower85 - 13. Jul, 16:47